Traité sur la peinture
Autor Dupuy de Grez, Bernard ;
Titel Traité sur la peinture
Untertitel pour apprendre la théorie & se perfectionner dans la pratique. Contenant la Définition et Division de la Peinture: le Parallele de la Peinture et de la Sculpture: un Abregé curieux de l’Histoire des Peintres de l’Antiquité, et de toutes les Ecoles modernes. Et où on parle du Dessein, et d’une Methode aisée de s’y avancer: des Proportions selon les meilleurs Auteurs: du Coloris, et des differentes manieres de colorier: des manieres anciennes et nouvelles de peindre: de l’usage des couleurs, et de
Publikationsjahr 1699
Publikationsort Toulouse
Verlag/Herausgeber Chez la veuve de J. Pech & A. Pech, Imprimeurs de Collège de la Compagnie de JESUS
Sprache Französisch
Illustrationen Ja
Beschreibung

Bernard Dupuy du Grez ( 1639–1720 ), Advokat im Parlament. Nach eigenen Worten hat er vieles von Vitruv ( Proportion ), Quintilinus, Alberti, Leonardo da Vinci, Simone Memmi, Dürer ( Proportion ), Pomponius Gauricus, Philander ( Proportion ), Lomazzo ( Coloris, Ausdruck ), Jean Cousin ( Glasarbeiten ), Dufresnoy, De Piles, Vasari und Félibien übernommen und mit eigenem Wissen ergänzt. Als Übersicht und Zusammenfassung des Wissens der Zeit sehr wichtig. Das Traktat in vier Teilen beinhaltet: 1. Theorie und Definitionen der Malerei; 2. Die Zeichenkunst; 3. Dissertation über Farbe; 4. Kompositionskunst, mit beigefügten Supplementen über Optik, Proportion und Perspektive ( mit Perspektivregeln nach Vitruv, Serlio, Tintoretto und Poussin ).

            Teil 3 ist relativ praxisnah; Beobachtungen der Farbmittelverwendung in den verschiedenen Maltechniken wie Fresko, Gouache, Ölmalerei und Miniaturmalerei in den Künstlerstudios sind beigefügt. U.a. Beispiele nach Lomazzo und venezianischen Künstlern, nach Vasari, Leonardo, Coreggio, Giorgio, Tizian, Raphael, Poussin, Veronese und Caravaggio. An Hand der Miniaturmalerei zeigt er die Prinzipien der Farbmischung auf. Auf Einzelheiten der Farbgebung und Farbmischung geht Dupuy aber wenig ein, doch warnt er, unter Berufung auf Alberti, vor der Verwendung des ungebrochenen Weiss’. Dieses soll nur als Steigerung der Buntfarben Verwendung finden. Interessant ist die Bemerkung zum Auftrag eines Eiklarüberzugs auf Temperabildern, zusätzlich mit einem Schutzfirnis gegen Feuchtigkeit. Weiter finden sich die üblichen akademischen Diskussionen über Licht und Schatten, die spezifischen Rollen von Zeichnung und Farbgebung, resp. Farbgebung zur Differenzierung von Vorder- und Hintergrund.

Ausgaben Weitere frz. Ausgabe: Chez Florentin et Pierre Delaulne, Paris 1700 ( p. 1–396 ).
Faksimile: Reprint Minkoff, Genf 1972.